Folge 70 – Überwachung, digitale Selbstverteidigung und was wir darüber aus Hongkong lernen können

In der 70. Folge von Informatik für die moderne Hausfrau spreche ich mit Penny Prinz über das Thema Überwachung. Wir klären, was es damit auf sich hat, welche Akteur*innen uns potenziell überwachen und welche Maßnahmen dabei zum Einsatz kommen können (z.B. der berühmte Staatstrojaner sowie die Vorratsdatenspeicherung). Penny wirft darüber hinaus einen Blick in eine eher düstere Zukunft, in der antidemokratische Akteur*innen mehr Macht erlangt haben, und erklärt, welche Gefahren eine Ausweitung von Überwachungsbefugnissen gerade vor diesem Hintergrund bergen.

(Foto: Penny Prinz / privat)

Penny gibt uns Einblicke in ihren Werdegang vom Studium der Politikwissenschaften über die Arbeit in NGOs bis hin zu ihrem interdisziplinären Master in Digital Entrepreneurship. Zudem lässt sie uns an ihrer Forschung im Rahmen ihrer Masterarbeit sowie an ihrem Promotionsprojekt an einem Lehrstuhl für Recht im digitalen Zeitalter teilhaben, die beide im weitesten Sinne mit automatisierter Datenauswertung im Überwachungskontext zu tun haben.

Damit Menschen sich und ihre Daten besser vor Überwachung schützen können, engagiert sich Penny für digitale Selbstverteidigung (die einiges mit digitaler Souveränität zu tun hat) und berichtet uns über ihre ehrenamtliche Arbeit in den Kollektiven „Skills for Utopia“ und „@all“. Sie gibt uns außerdem praktische Tipps, damit wir uns sicherer und datensparsamer im digitalen Raum bewegen können.

Wir sprechen ebenfalls über Pennys Buch „nach der Revolte: Ein Reisebericht zu Überwachung und Widerstand in Hongkong“, das sie im Anschluss an ein Auslandssemester veröffentlicht hat. In diesem Zusammenhang verrät sie, warum sie sie sich ausgerechnet mit dem Beispiel Hongkong beschäftigt hat und was wir aus der Einführung des nationalen Sicherheitsgesetzes sowie den daraus resultierenden Konsequenzen für Deutschland und Europa lernen können.

Mehr über Pennys Buch erfahrt ihr hier: https://nach-der-revolte.de/

Informationen über das Kollektiv „Skills for Utopia“ findet ihr hier: https://skillsforutopia.org/

Zur Webseite des @all-Kollektivs gelangt ihr hier: https://at-all.org/

Mehr über die das Netzwerk Sicherheit ohne Überwachung könnt ihr hier nachlesen: https://sicherheit-ohne-ueberwachung.org/

Mehr über die Angebote des erwähnten Frauen Computer Zentrum Berlin erfahrt ihr hier: https://www.fczb.de/

Daten zu den von Penny erwähnten Kryptoparties findet ihr auf dieser Webseite: https://cryptoparty.in/

Aufgezeichnet haben wir diese Folge in der c-base in Berlin. Danke für die Gastfreundschaft!

Weitere Hinweise:

  • Der Name Penny Prinz ist ein Pseudonym.
  • Im Interview sagt Penny „Gesichtsinformationssystem“, korrekt ist allerdings der Name „Gesichtserkennungssystem“ (GES – nicht zu verwechseln mit einem GIS = Geoinformationssystem; mehr zu GIS erfahrt ihr in Folge 63).

Zur Kontaktaufnahme schreibt mir gerne eine Mail an mail@informatik-hausfrau.de oder meldet euch über Social Media. Auf Instagram und Bluesky ist der Podcast unter dem Handle @informatikfrau (bzw. @informatikfrau.bsky.social) zu finden.

Wenn euch dieser Podcast gefällt, abonniert ihn doch bitte und hinterlasst eine positive Bewertung oder eine kurze Rezension, um ihm zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Rezensionen könnt ihr zum Beispiel bei Apple Podcasts schreiben oder auf panoptikum.social.

Falls ihr die Produktion des Podcasts finanziell unterstützen möchtet, habt ihr die Möglichkeit, dies über die Plattform Steady zu tun. Weitere Informationen dazu sind hier zu finden: https://steady.page/de/informatikfrau/

Falls ihr mir auf anderem Wege etwas ‚in den Hut werfen‘ möchtet, ist dies (auch ohne Registrierung) über die Plattform


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert